Neuer Betriebskostenspiegel Hannover

Zweite Miete kann bis zu 3,10 Euro pro Quadratmeter betragen!

Auf der Basis der im Jahr 2015/2016 vorgelegten Heiz- und Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2014 hat der DMB den Betriebskostenspiegel für Hannover neu erstellt. Als Datengrundlage dienten dabei etwa 621.000 qm Mietwohnungsfläche.

Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, kann die sogenannte „Zweite Miete“ bis zu 3,10Euro/qm/Monat betragen.

Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten beim Anfallen aller Betriebskostenarten auch im Abrechnungsjahr 2014 beinahe 3.000 Euro durchschnittlich aufgebracht werden.

Die „kalten Betriebskosten“ wie Müllabfuhr, Gebäudereinigung oder etwa Hauswart sind gegenüber der letzten Erfassung in vielen Bereichen gestiegen. Insbesondere die Kosten im Bereich Aufzug, Versicherung und Antenne/Kabel  sind gestiegen. Innerhalb der Region bestehen jedoch von Gemeinde zu Gemeinde teils erhebliche Unterschiede, insbesondere bei Gebühren wie der Grundsteuer und beiden Kaltwasserkosten.


Heizung und Warmwasser 2014

Die Kosten für die Heizung sind in der Region stark gefallen. Insgesamt waren für das Jahr 2014  für die sogenannten „warmen Betriebskosten“ nur noch 1,21 Euro pro Quadratmeter und Monat zu zahlen. Das sind für eine 80 Quadratmeter große Wohnung rund 1.162 Euro pro Jahr. Allerdings sind die Zahlen unter Vorbehalt zu betrachten. Die durchschnittlichen Warmwasserkosten sind wegen des geringen Zahlenmaterials bei der Auswertung möglicherweise nicht repräsentativ. Der Rückgang bei den Heizkosten beruht in erster Linie auf der vergleichsweise milden Witterung im Jahr 2014.


Ausblick

Auch in den Jahren 2015 und 2016 müssen Mieter mit weiteren Steigerungen bei den Betriebskosten rechnen. An Bedeutung in den Abrechnungen der Vermieter dürften die Wartungskosten für Rauchmelder gewinnen. Seit dem 01. Januar 2016 besteht in Niedersachsen eine umfassende Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern. Auch der Anstieg im Bereich der Versicherungskosten muss mit großer Sorgfalt begleitet werden.

Die Heizkosten dürften nicht in relevanter Weise weiter steigen. Die Witterung in den Jahren 2015 und 2016 war vergleichsweise mild. Das Jahresende 2016 bleibt abzuwarten. Der Ölpreis ist stark gesunken. Er erreichte im November 2015 den tiefsten Stand seit vielen Jahren.

Betriebskostenspiegel für Hannover